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Noch immer ist die Dreiecksanlage der Stadt entlang von
Niederleuthnerstraße, Hauptplatz und Böhmgasse zu erkennen - die Straßenzüge
vermitteln eine Ahnung von den ersten Jahrhunderten der Stadt, tragen
heute aber auch zu den Verkehrsproblemen Waidhofens bei. Die zur
Stadtmauer hin sich erstreckenden Häuser innerhalb der Dreiecksanlage
erinnern ebenfalls an die frühere Zeit - nicht in der Form der Häuser
(Ausnahme ist das Schuhhaus Kramler in der Niederleuthnerstraße gegenüber
der Stadtpfarrkirche: Der Giebel weist noch zur Straße, das Haus ist
eher schmal. Dieses Haus blieb beim großen Stadtbrand 1873 nämlich
einigermaßen verschont), aber oft in der Form der Parzellen.
Ein Unikat bilden die Fluchtkeller in Waidhofen. Die Häuser entlang
der Stadtmauer haben teilweise bis heute tiefe Keller mit mächtigen Gewölben.
Die Keller führen etwa bis unter die Straßen auf dem Hauptplatz. Sie
dienten im Mittelalter als mögliche Fluchtwege aus der Stadt.
Quelle: Waidhofen an der Thaya - Portrait einer Stadt, Harald Hitz
- Andreas Biedermann, Verlag Oskar Busch

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