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Beim
Bürgerspital (heute Höbarthmuseum) sieht man den Helm eines Turmes. Der
Wehrturm nahe dem ehemaligen Wiener Tor ist mit schönen
Schlüssellochscharten versehen, ein Portal führte zum Wehrgang an der
Mauer. Im Turm ist eine Dokumentation über den Räuberhauptmann J.G.
Grasel (1790 – 1818) zu sehen. Grasel hatte sein Revier im Waldviertel und
in Mähren, in Österreich wird er irrtümlich als „Robin Hood des
Waldviertels“ betrachtet, in Tschechien ist „grazel“ ein Schimpfwort.
Im 11. Jh.
entstand die Kirchensiedlung (Pfarrkirche St. Stephan) am rechten Ufer der
Taffa. Die Stadt entwickelte sich im folgenden Jahrhundert. Die Stadtmauer
von Horn verläuft weitgehend um den dreiseitigen Hauptplatz und ist
großteils erhalten, wenn auch viele Teile der Befestigung in die Höfe der
Häuser integriert sind. Die drei Tore die in die Stadt führten, wurden im
19. Jahrhundert abgebrochen. Schöne Rechteckzinnen sind an der Robert
Hamerling-Straße zu sehen. Das Schloss als ehemalige Burg war der östliche
Befestigungspunkt. Vielfach wurde nach dem Auflassen der Wehrhaftigkeit
Gräben zugeschüttet, Vorwerke abgetragen. Grünanlagen entstanden,
Stadtgräben wurden zu Schießplätzen für Schützenvereine. In Horn haben die
Schützen eine 400jährige Tradition. Ursprünglich wurden die Bürger bei
den Schützen im Waffengebrauch trainiert. Später war das Schießen auf
reich verzierte Schützenscheiben das Turnier des Bürgertums. Der
Schützenverein beim Horner Stadtpark bestand bis 1977.

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